Berufsbildungsbereich (BBB)

Im Kompetenzzentrum für "Berufliche Bildung und Weiterbildung" hat der Berufsbildungsbereich einen zentralen Auftrag. Er bietet durch geeignete Maßnahmen die Möglichkeit zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in den Bereichen Bildung und Arbeit.

Wenn auf Grund einer Erkrankung oder wesentlichen Behinderung die Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind und Interesse an einer individuellen Berufswegeplanung besteht, können gemeinsam erste oder ganz neue berufliche Perspektiven entwickelt werden. 

Nach erfolgreichem Abschluss der arbeitsmarktnahen Qualifizierung, besteht im Rahmen der gezielten "Karriereplanung" die Chance zum Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt oder einer passfähigen Beschäftigung innerhalb der Werkstatt (WfbM-Arbeitsbereiche) bzw. auf einem geeigneten Außenarbeitsplatz der Werkstatt. 

In die Planung fließen neben der Eignung vor allem auch Wünsche und Interessen der betreffenden Personen mit ein. Unter fachlicher Anleitung der Gruppenleiter wird durch Praxis-orientiertes Lernen in eine sichere Beschäftigung geführt.

Zeitlicher Ablauf im BBB

• Eingangsverfahren (1-3 Monate)  |  • Berufsbildungsbereich (maximal 2 x 12 Monate)

Weitere Hinweise finden Sie auf unserem Flyer - Berufsbildungsbereich

Nachdem im Eingangsverfahren das Leistungsniveau ermittelt wurde, erfolgt gemeinsam die Auswahl der erforderlichen Bildungsziele in Verbindung der entsprechenden Qualifizierungsstufe.

Qualifizierungsstufen: 

• tätigkeitsorientiert • arbeitsplatzorientiert • berufsfeldorientiert • berufsbildorientiert

Da die Teilnehmer im BBB unterschiedliche Lernausgangslagen haben,

lautet unser Motto stets:

„Jeder kann lernen - man muss nur herausfinden wie!“

Verschiedene Praktika in den Arbeitsbereichen der Werkstatt und/oder Betriebspraktika im allgemeinen Arbeitsmarkt, unterstützen den Lernerfolg. Langfristig soll mit der Beschäftigung eine Unter- bzw. Überforderung möglichst ausgeschlossen werden.

Während des Berufsbildungsbereiches können auch zahlreiche Teilnahmebescheinigungen und Zertifikate  aus dem Bereich „Bildung und Weiterbildung“ erworben werden (Bildungskatalog je Standort):

 „Weiterbildung von Werkstattbeschäftigten“ und „IHK-zertifizierte Qualifizierungsbausteine“.

Unsere Bildungsangebote orientieren sich an anerkannte Berufsausbildungen und sind hinreichend anschlussfähig. Regelmäßig finden auch inklusive Kurse der Volkshochschule (VHS) statt, die als offene Angebote sowohl für Werkstattbeschäftigte als auch Interessierte aus dem sozialen Umfeld geeignet sind.

Grundlage für das Angebot im Berufsbildungsbereich  sind neben den §§ 3 und 4 der Werkstättenverordnung (WVO), die Handlungsempfehlung und Geschäftsanweisung der BA „HEGA 06/10 - 02 -Teilhabe am Arbeitsleben - Fachkonzept für Eingangs-verfahren und Berufsbildungsbereich in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)“.

Seit der erfolgreichen Zertifizierung und Zulassung am 13.09.2012, gilt der Berufsbildungsbereich (BBB) als anerkannter Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung (AZAV).